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„Das ist das Beste, was ich hätte machen können!“, fasst eine Schülerin der Erasmus-AG den Schüleraustausch zusammen. Acht Schülerinnen und zwei Schüler der neunten Klassen war es über die Erasmus-AG möglich, an der Schülermobilität mit der Partnerschule IISS G.SALVEMINI im Schuljahr 2026 teilzunehmen. Das Projektthema war: „Together for a sustainable future“ Wie auch der Titel des Projekts haben die Schülerinnen und Schüler sich zum Großteil auf Englisch unterhalten und verständigt.
Das Erasmus Projekt der Willy-Brandt-Realschule besteht schon seit 2021 und wurde 2025 von der langjährigen Projektleiterin Kristina Bühler an die Konrektorin Jennifer Walther übergeben. Walther hatte dann über die Ziele des Erasmus-Schulprojekts, darunter Verbesserung im Bereich Digitalisierung, Erweiterung der Englischkenntnisse und Befähigung und Begeisterung für Naturwissenschaften, auf der eTwinning Plattform von Erasmus+ eine passende Partnerschule gesucht. Mit der IISS G.SALVEMINI wurde sie fündig, die für 10 Schüler eine Mobilität organisieren wollten.
Die Austauschschüler gingen bald miteinander in digitalen Kontakt, denn immerhin hieß es nicht nur in ein fremdes Land mit fremder Sprache zu reisen, sondern dort auch in der Gastfamilie des Austauschpartners 6 Tage lang zu wohnen. „Wir möchten so nicht nur die sprachliche Entwicklung in Englisch fördern, wir wollen auch, dass die Jugendlichen in einen kulturellen Austausch kommen. So kann das europäische Gemeinschaftsgefühl noch mehr gestärkt werden“ spricht Walther.
So kamen vom 19. April bis 25. April zehn italienische Austauschschüler/innen zu uns nach Königsbach, dazu zwei Lehrkräfte, die sie begleiteten und eine davon auch hier den Unterricht im Fach Französisch hospitierte. Neben den Schülermobilitäten ist auch ein Austausch mit Lehrkräften im Rahmen des Erasmus Programms möglich, die sich gegenseitig im Unterricht besuchen und sich in Ihren Fähigkeiten austauschen können. So begrüßten wir Frau Rita Dragone zum sogenannten Job-Shadowing und Frau Nadine Mayer-Aichele konnte dann den Gegenbesuch nach Italien machen.
Die italienischen Schüler/innen lernten hier das deutsche Schulsystem, die traditionelle Küche mit Maultauschen und Kartoffelsalat kennen, machten eine historische Stadtrundfahrt in Karslruhe, füllten das Nachhaltigkeits-Projekt mit Leben, indem kleine Kunstwerke aus Müll gestaltet wurden und verewigten sich im Schulgarten mit einem Wegweiser, der die Verbindung zu Fasano auch in die entsprechende Himmelsrichtung darstellt. Ein Highlight war sicherlich der Besuch des Porsche Museums. Dort gab es auch passend zum Projektthema eine Führung zur E-Mobilität bei Porsche und das natürlich auf Englisch. Längst hatte sich zwischen den Austauschpartnern eine Freundschaft entwickelt. Man verbrachte in diesen Tagen viel Zeit miteinander und auch am Nachmittag und Abend haben sich die Gastfamilien ins Zeug gelegt, sodass sich die italienischen Schüler/innen wohlfühlen und was erleben konnten.
So freuten sich alle auf den baldigen Gegenbesuch, der schon zwei Wochen später vom 03. Mai bis 09. Mai stattfand. Neben Frau Mayer-Aichele begleiteten Frau Ingrid Zerr und Frau Jennifer Walther die Gruppe. Schon beim Transfer vom Flughafen Bari nach Fasano bemerkten die deutschen Schüler/innen Unterschiede in der italienischen Mentalität und dem Umweltbewusstsein. „Überall liegt Müll rum. Das ist schon etwas eklig“, äußerte sich eine Mitreisende. Aber die Nähe zum blauen Meer machte dann die eine oder andere Mülltüte am Straßenrand wieder wett. Auch in Italien wartete ein buntes Programm zum Thema Nachhaltigkeit auf die Gruppe. Es wurden Pflanzen in der Gärtnerei ausgewählt und im Schulgarten eingepflanzt: Garden of Peace and Community. Der Erasmus-Gemeinschaftsgedanke kann so auch nach Beendigung des Austauschs weiter gepflegt werden, sodass er in Form der Pflanzen wachsen kann. Auch in Italien stand die traditionelle Küche auf dem Programm. Dabei lernten die Deutschen das Herstellen von Nudeln und italienischer Nachspeise. Überraschend war für die Schüler/innen aus Königsbach, wie früh sich die Italiener schon in einen bestimmten Berufszweig orientieren mussten. So gab es in der Gruppe Schüler aus dem technischen oder aus dem gastronomischen Schulzweig. Neben einer Stadtführung in Fasano selbst, die die italienischen Schüler/innen selbst vorbereitet hatten und durchführten, gab es auch eine Führung in der nächstgrößeren Stadt: Monopoli. Mit den Gastfamilien besuchten die Jugendlichen an einem Mittag das Trulli-Dorf. Das bekannt ist für die Ansammlung von kleinen, rund gebauten Bauernhäuschen mit spitzen Schieferdächern. Wie auch in Deutschland endete der Austausch mit einer kleinen Feier, in Italien mit viel Pizza.
Ein rundum gelungenes Projekt im Rahmen von Erasmus. Das nur aufgrund der von der EU zur Verfügung gestellter Mittel realisiert werden kann. Die kompletten Reisekosten und ein Teil der Verpflegung werden aus diesem Budget der Mittel übernommen. So kann auch die Chancengleichheit gewährleistet werden und das Angebot allen Schüler/inne ab Klasse 7 an der Willy-Brandt-Realschule gemacht werden. Im nächsten Schuljahr wird es wieder eine Mobilität zum Thema „Mädchen in der Naturwissenschaft“ geben, dieses Mal im Norden von Italien, in Trient.


